# Solaranlage im VW-Bus: 160-W-Panel mit MPPT

> Ein 160-W-Panel auf Aluwinkeln lädt über den Votronic-MPPT die Bordbatterie und reicht bei uns meistens für Kühlbox und Laden.

Build · Guide · Von Thomas Gumpinger · Stand 17.10.2026 · Vanlife, Engineering
Quelle: https://2xxtreme.com/vw-bus/solarstrom/

- Zeitaufwand: ca. 12–20 h
- Kosten: ca. 300–400 €
- Schwierigkeit: hoch
- Nutzen: Fest montiert: kein täglicher Aufbau, kein regelmäßiger Landstrom nötig
- Voraussetzungen: sicherer Umgang mit 12-V-Elektrik; Batterietyp und Laderegler-Einstellungen verstanden; Kenntnis, wo der Massepunkt unter der Batterie sitzt; Kenntnis der VW-Vorgaben für Sitz- und Airbag-Steckverbindungen

_Private Bastelanleitung: so, wie ich es an meinem Bus gemacht habe, keine geprüfte Fachanleitung. Nachbau auf eigene Verantwortung._

## Das Problem

Kühlbox, Handys, Notebook und der normale Kleinkram laufen bei uns über das 12-V-Netz. [Landstrom](https://2xxtreme.com/vw-bus/landstrom/) nutzen wir nur bei einem Teil der Aufenthalte. Der Aufbau sollte möglichst unauffällig sein; im Innenraum wollte ich keine sichtbaren Leitungen.

## Die Lösung

Ein semi-flexibles 160-W-Panel sitzt auf Aluwinkeln an der Dachreling. Das Spiralkabel nimmt die Bewegung des Aufstelldachs auf und führt über das Rücklicht in den Bus. Unter dem Sitz lädt ein Votronic-MPPT die Bordbatterie und hält auf Wunsch auch die Starterbatterie mit einer kleinen Erhaltungsladung.

## Die Teile

Das Offgridtec ETFE-AL 160W V2 passt von den Abmessungen sehr gut auf den Bus. Es hat eine Aluminium-Trägerplatte auf der Rückseite; dadurch konnte ich mir die zusätzliche Aluplatte sparen, die bei solchen Aufbauten oft unter das Panel kommt.

### Gegencheck mit Herstellerdaten

Das 160-W-Panel passt auf dem Papier zum Votronic MPP 170 CI. Die Werte stammen aus der [Votronic-MPP-CI-Montageanleitung](https://www.votronic.de/download/531/03-solartechnik/23893/1712_1717_1722_1730-solar-regler-mpp-170-440-ci-03-2026_d.pdf) und dem [Offgridtec-ETFE-AL-V2-Datenblatt](https://www.offgridtec.com/media/product_attachements/Datenblatt_ETFE-V2-Module.pdf):

- Offgridtec gibt für das ETFE-AL V2 160W eine Nennleistung von 160 Wp, 18,2 V Modulspannung, 8,80 A Modulstrom, 21,3 V Leerlaufspannung und 9,23 A Kurzschlussstrom an.
- Votronic gibt für den MPP 170 CI maximal 170 Wp Solarleistung, maximal 10 A Modulstrom und maximal 60 V Leerlaufspannung an.
- Für den MPP 170 CI nennt Votronic 2,5–4 mm2 für Panel-Leitungen und 2,5–4 mm2 für Batterie-Leitungen bis maximal 2 m.
- Gerätesicherung und Sicherung nahe der Aufbaubatterie sind beim MPP 170 CI mit 15 A angegeben.

Der Querschnitt des 2x2,5-mm2-Spiralkabels auf der Panel-Seite liegt damit im angegebenen Bereich; ob das konkrete Kabel zu Steckern, Außeneinsatz und Temperatur passt, sagt der Querschnitt allein nicht.

## Der Bau

Der Aufwand liegt bei ca. 12–20 h.

### Panel und Halterung

Bei uns sind die Winkel silber eloxiert, so wie auf den Fotos. Das Profil gibt es auch anthrazit pulverbeschichtet in RAL 7016. Das sieht auf dem Dach schöner aus, deshalb steht diese Variante in der Materialliste.

Das Alu-Winkelprofil gibt es nur als 80 × 20 mm, gebraucht werden 80 × 11 mm. Ich habe es passend gekürzt, entgratet und an den Befestigungspunkten gebohrt. Auf der Beifahrerseite ist es auf Panelbreite gekürzt, auf der Fahrerseite zusätzlich für die Anschlussdose ausgespart. An der 80-mm-Seite ist ein Stück ausgeklinkt, damit sich die Nutensteine seitlich in die Reling schieben lassen und das Kabel sauberer geführt wird.

Heikel ist die 20-mm-Seite: Sie wird auf 11 mm zurückgeschnitten, es bleibt also nur ein schmaler Streifen zum Abnehmen. Ich habe das mit der Tauchsäge und einem Alu-Sägeblatt gemacht. Profil sicher spannen, langsam arbeiten und alle Kanten sauber brechen.

Laut den [Offgridtec-Benutzerhinweisen](https://www.offgridtec.com/media/product_attachements/Offgridtec_Solarmodule-V2-ETFE_semiflex_Benutzerhinweise.pdf) darf das Modul nicht zu stark gebogen oder vollflächig verklebt werden und sollte zu zweit bewegt/montiert werden. Luft und Regenwasser müssen darunter entweichen können.

Gehalten wird das Panel über die Aluwinkel. Unter den Auflagepunkten auf den Dacherhöhungen liegt etwa 2 mm starkes und 15 mm breites Moosgummiband. Es schafft Abstand für Hinterlüftung und Regenwasser, schützt den Lack und gleicht die Dachkonturen aus. Die leichte Dachkrümmung spannt die Alu-Panel-Einheit etwas vor und gibt ihr zusätzliche Stabilität.

An den Panelösen sitzen Mutternhülsen und Schrauben, zusätzlich habe ich DEKAsyl MS-5 verwendet. Kleine Abstandshalter aus dem 3D-Drucker halten den Abstand zum Panel gleichmäßig. Dann habe ich erst leicht verschraubt und verklebt.

Schrauben, Profile und Kleber dürfen nicht in die aktive Panelfläche reichen. Schon kleiner dauerhafter Schatten oder mechanischer Druck an der falschen Stelle können die Leistung deutlich verschlechtern. Auf der Beifahrerseite ist wenig Reserve, auf der Fahrerseite liegt die Anschlussdose.

Flache VA M8x16-Schrauben und Rechteckmuttern halten die Winkel an der Dachreling. Die flache Ausführung sitzt sauber in der Reling und trägt wenig auf. An den Ösen passende Schrauben verwenden, nicht mit Gewalt anziehen und regelmäßig kontrollieren: Das Modul dehnt sich bei Hitze aus; Fahrt bringt Vibrationen und Windlasten.

Die MC4-Stecker am Panelkabel sind gecrimpt, darüber sitzt Schrumpfschlauch mit Innenkleber; für das Crimpen gilt die Anleitung des Steckerherstellers. Das Panel lässt sich damit trennen. Seit dem Einbau habe ich es nie wieder abgenommen.

### Kabelweg außen

Das Panel war bereits montiert und oben verbunden. Ich habe das Kabel von oben nach unten verlegt: kurzes Ende am Dach, langes 5-m-Ende in den Bus. Das lange Ende braucht man praktisch komplett; ich würde es nicht voreilig kürzen.

Ab dem Scharnierbereich liegt das Spiralkabel ohne Zugspannung. Es ist mit UV-stabilen Kabelbindern gesichert, läuft am Heckklappenscharnier nach unten und außen Richtung Rücklicht.

Für den Weg in den Bus wird die fahrerseitige Heckleuchte demontiert: Schrauben heraus, dann die Leuchte nach hinten vom Fahrzeug wegschieben. Die Verriegelung merken und die Leuchte nicht mit Gewalt herausziehen. An Kanten und bewegten Teilen muss das Kabel gegen Scheuern geschützt und ohne Knick liegen. Später habe ich das Kabel mit zwei, drei Tupfern DEKAsyl fixiert.

### Kabelweg innen

Vom Rücklicht geht es zur kleinen Revisionsklappe bei Wagenheber und Bordwerkzeug, dann nach vorne Richtung Küche und B-Säule. Das war bei uns der fummeligste Teil: Die Serienküche lässt sich nur etwas nach vorne klappen, die Hand passt gerade so hinein.

Mit einer günstigen Endoskop-Kamera und einem langen Stab habe ich den Weg gesucht, eine Einzugsleine durchgezogen und daran das Solarkabel nach vorne gezogen. Kabelbinder halten es hinter der Verkleidung fest.

An der B-Säule habe ich die Verkleidung leicht gelöst und das Kabel nach unten geführt; auch das ist fummelig. Es kommt neben der Sitzkonsole heraus und liegt im kleinen Kanal zwischen Kunststoffboden und Teppich. Von dort geht es in den Batteriebereich unter dem Sitz.

Den Sitz habe ich über vier Schrauben gelöst und vorsichtig nach vorne geschoben, ohne seine Kabel abzustecken. Für das Lösen der Sitzstecker gelten die Vorgaben von VW. Achtung: Dort laufen auch Airbag-Leitungen, die Stecker also nicht einfach abziehen.

### Laderegler und Batterieanschluss

Unter dem Sitz sitzt der Votronic MPP 170 CI. Der Temperaturfühler wird an den Klemmen „TS“ des Reglers angeschlossen und nach Anleitung des Herstellers an der Bordbatterie montiert.

Der PV-Eingang geht an den Regler, von dort Plus an die Bordbatterie. Minus muss beim T6.1 an den Massepunkt **unter** der Batterie, nicht direkt an den Batterie-Minuspol, damit das Fahrzeug-Batteriemanagement die Solarladung korrekt erfasst. Dort hängt bei uns auch das Minuskabel des Batterieladegeräts (CTEK MXS 10).

Für die Starterbatterie hat der Votronic-Regler einen zweiten Ausgang, der sie mit einer kleinen Erhaltungsladung versorgt. Dafür habe ich eine zusätzliche einadrige Plusleitung zur Starterbatterie-Seite gezogen. Minus ist über die Fahrzeugmasse gemeinsam geführt. Bei unserem Bus hängt die Starterbatterie am Trennrelais; das lässt sich messen. Andere Fahrzeuge können anders aufgebaut sein, deshalb diesen Anschluss nicht blind übernehmen.

Für die Absicherung gilt die Votronic-Anleitung: Sicherungen gehören in die Plusleitungen, möglichst direkt an die Batterien, damit ein Kurzschluss auf dem Weg zum Regler keine heiße Leitung verursacht. Für die Leitung zur Bordbatterie nennt sie die oben genannten 15 A, für die Leitung zur Starterbatterie im Anschluss-Schema 5 A. Bei dieser Leitung sind Zielpunkt und mögliche Einspeiseseite zu berücksichtigen.

## Sicherheit

Ich beschreibe hier nur unseren Aufbau. Gegenüber der mobilen Landstrom-Lösung ist das ein größerer Eingriff am Dach, an der Fahrzeugverkabelung und nahe der Bordbatterie.

Diese Punkte habe ich vor dem Einbau abgehakt:

- Vor Arbeiten an Steckern oder offenen Leitungen habe ich das Modul abgedeckt und Steckverbindungen nicht unter Last getrennt. Es liefert Spannung, sobald Licht darauf fällt.
- Bei zwei Batterien kann eine Leitung noch Spannung führen, wenn nur eine abgeklemmt ist. Darauf habe ich im Batteriebereich geachtet.
- Die Kabel habe ich an Karosseriekanten, Rücklicht, Heckklappe, B-Säule und Sitzkonsole gegen Scheuern geschützt und ohne Knick verlegt, mit sauberen Pressverbindungen, Schrumpfschlauch und Zugentlastung.

## Im Alltag

Später kam ein Bluetooth-Modul zum Auslesen der Solardaten dazu: ein BlueSun X1 von BlueBattery aus der Schweiz. Er läuft bei uns gut, ist aber relativ teuer.

Bei meinen Eltern läuft zusätzlich eine kleine Eigenbaulösung mit ESP32-C3, Display, ESPHome und Auswertung der Werte.

## Grenzen

- Schatten von Ast, Dachbox oder anderem Zubehör kann den Ertrag stark drücken; das Panel liefert nur gut, wenn es frei liegt.
- Der Bus zieht auch im Stand ein paar Watt. Steht er etwa drei bis vier Wochen ohne Sonne in der Garage, entlädt sich die Batterie merklich.

## Lessons learned

- Beim nächsten Aufbau würde ich Kabelwege, Halter und Anschlusspunkte während des Einbaus ausführlicher fotografieren.
- Die beiden L-Winkel sind nicht symmetrisch. Vor dem Ausschneiden genau prüfen, welcher wohin kommt.

### Ausblick: LiFePO4

Eine zusätzliche LiFePO4 unter dem Beifahrersitz ist bisher nur eine Idee, nicht gebaut und nicht geprüft. Aufwand und Kosten wäre sie mir erst wert, wenn wir durch Schatten, schlechtes Wetter oder lange Standzeiten ein paar Mal tatsächlich ohne Strom dastehen.

Die Idee: Die originale VW-AGM bleibt, wie sie ist. Die LiFePO4 kommt als Puffer dazu, geladen vom Dachsolar und eventuell einer Solartasche. Zwei kleine DC-DC-Lader mit Hysterese, wie es sie etwa von Victron gibt, verbinden die beiden Batterien, jeder in eine Richtung:

- Liegt die VW-Seite über gut 13 V, etwa bei laufender Lichtmaschine oder gutem Solarertrag, lädt der eine die LiFePO4.
- Fällt die VW-Seite unter etwa 12,3 V, stützt der andere sie aus der LiFePO4.

Einfach parallel schalten lassen sich AGM und LiFePO4 nicht, und die beiden Lader dürfen sich nicht gegenseitig einschalten und im Kreis laden. Dazu kommt das VW-Batteriemanagement: Es hat die Kapazität der AGM gespeichert und sieht die Stützladung als ganz normale Ladung. Offen sind außerdem Schaltschwellen, Absicherung, Rückspeisung, BMS-Grenzen, Bauraum und Batteriegröße, Ruhestrom und Laden bei Kälte. Für eine Anleitung fehlen mir Messungen, Tests und das Verständnis der möglichen Fehlerfälle.

## Material

- Offgridtec ETFE-AL 160W V2 semi-flexibles 18V Solarpanel (1x): ca. 100 €
- Aluminium-Winkelprofil 80x20x2, RAL 7016, 2000 mm (1x): anthrazit pulverbeschichtet, sieht auf dem Dach besser aus; bei uns verbaut sind silber eloxierte Winkel; ca. 25 €
- Votronic MPP 170 CI Solar-Laderegler (1x): ca. 90 €
- Votronic Temperatur-Sensor (1x): Original-Zubehör von Votronic, misst die Batterietemperatur; Einkaufsstand: Temperatur-Sensor 625, Art.-Nr. 2088, für M6-Verschraubung, ca. 18 €; die aktuelle MPP-CI-Anleitung nennt als Zubehör den Temperatur-Sensor 825, Art.-Nr. 2001
- Spiralkabel 2x2,5 mm2 PUR, schwarz (1x): PUR/PUR-Spiralkabel; 220/850 mm Spirale, L/R-Enden 5000/600 mm; ca. 50–80 €; 2x2,5 mm2 laut Hersteller mit ca. 9,2 mm Außen-Ø und 32,34 mm Wendelaußen-Ø
- MC4-Stecker (2 Stück)
- Aderendhülsen: nur dort verwenden, wo sie zur Klemme passen; Votronic empfiehlt an den Reglerklemmen ausdrücklich Litze ohne Aderendhülsen
- Schrumpfschlauch
- UV-stabile Kabelbinder
- VA M8x16 Schrauben, flache Ausführung (5 Stück): für die Dachreling
- VA Rechteckmuttern 35x20x4 (5 Stück): für die Dachreling
- VA M5 Mutternhülsen, M5x6 mm (4 Stück): für das Panel
- VA M5x10 Schrauben (4 Stück): für das Panel
- DEKAsyl MS-5 (1 Kartusche): ca. 17 €

## Werkzeug

- ordentliche Kartuschenpresse für DEKAsyl
- Tauchsäge mit Alublatt oder anderes Werkzeug zum Kürzen des Aluprofils
- Feile
- Bohrer
- Messwerkzeuge
- Zughilfe für das Kabel im Bus
- Presszange für MC4-Stecker
- Presszange für Aderendhülsen
- Multimeter
- Schraubendreher
- Innensechskant

## Gehört zu

- [Strom im VW-Bus: Wie lange können wir stehen?](https://2xxtreme.com/vw-bus/strom/index.md)
