# Landstrom im VW-Bus: mobil, ohne Festeinbau

> Ein 25-m-Verlängerungskabel mit FI-Zwischenstecker und Steckdosenwürfel versorgt bei Bedarf das CTEK-Ladegerät und den Heizlüfter, ohne festen Einbau.

Build · Guide · Von Thomas Gumpinger · Stand 17.10.2026 · Vanlife, Engineering
Quelle: https://2xxtreme.com/vw-bus/landstrom/

- Zeitaufwand: Vorbereitung: ca. 1–2 h
- Kosten: ca. 100 €
- Schwierigkeit: leicht
- Nutzen: Weniger abhängig vom Solarertrag am Stellplatz
- Voraussetzungen: Campingplatz- oder Stellplatzanschluss vorhanden

_Private Bastelanleitung: so, wie ich es an meinem Bus gemacht habe, keine geprüfte Fachanleitung. Nachbau auf eigene Verantwortung._

## Das Problem

Normalerweise reicht uns die [PV-Anlage](https://2xxtreme.com/vw-bus/solarstrom/) im Bus. Die Verbraucher laufen ohnehin größtenteils über das 12-V-Netz: Kühlbox, Handys, Notebook und Kleinkram. Moderne 12-V-USB-C-Adapter mit Power Delivery können inzwischen genug Leistung liefern, auch für ein Notebook; sie setzen die 12 V je nach PD-Stufe auf 15 oder 20 V hoch.

Landstrom brauchen wir, wenn wir im Schatten stehen und Solar praktisch ausfällt. Mit Pech reicht dafür schon der Schatten eines kleinen Asts auf dem Panel.

Außerdem wollen wir manchmal einen kleinen Kfz-Heizlüfter nutzen, statt die Standheizung laufen zu lassen.

## Die Lösung

Wir holen 230 V über ein 25-m-Verlängerungskabel mit Schuko-Stecker, bei Bedarf mit CEE-Adapter, einen Personenschutzadapter / FI-Zwischenstecker und einen Steckdosenwürfel in den Bus. Für unseren Bedarf reicht das und spart den Aufwand eines festen Einbaus.

### Kabelweg über den Tankdeckel

Früher haben wir das Kabel über den Tankdeckel geführt. Dort wird es stärker geknickt und belastet den Tankdeckel unnötig, deshalb würde ich das nicht mehr so lösen. Die Durchführung an der Fahrertür ist für uns einfacher und im Alltag angenehmer.

## Die Teile

An 230 V hängt bei uns vor allem das CTEK-Ladegerät. Damit wird die Bordbatterie geladen, und die normalen 12-V-Verbraucher laufen weiter über das Bordnetz. Notebook und Handys laden wir meistens über 12 V.

Unser Steckdosenwürfel hat noch USB-A. Heute würde ich einen mit USB-C Power Delivery kaufen, der Handys, Tablets und oft auch Notebooks direkt laden kann.

## Der Bau

Bei jedem Aufbau heißt es: Kabel raus, Personenschutzadapter dazwischen, Kabelweg legen.

Das Kabel geht durch die Fahrertür in den Bus. Zwischen Tür und Karosserie gibt es eine Gummidichtlippe mit etwas Luft. Dort führen wir das Kabel hoch.

Im Bereich der Durchführung habe ich einen kleinen Halter mit DEKAsyl befestigt. Dort wird das Kabel eingelegt und dann weiter in den Fußraum geführt.

Die Tür darf das Kabel nicht quetschen, der Biegeradius nicht zu eng werden. Innen darf es weder in den Pedalbereich noch an scharfe Kanten geraten.

## Sicherheit

Ich beschreibe hier nur unsere mobile Lösung, keine Anleitung für eine feste Elektroinstallation. Auch mobil bleiben es 230 V im Fahrzeug und draußen im Wetter. So machen wir es:

- Vor jedem Aufbau sehen wir uns Kabelmantel, Kupplungen, Knickstellen und die Dichtung an der Türdurchführung an und achten auf warme oder verfärbte Stecker.
- Der FI-Zwischenstecker kommt immer dazwischen. Er ist eine zusätzliche Schutzebene; eine fragwürdige Steckdose, ein beschädigtes Kabel oder einen fehlenden Schutzleiter macht er nicht sicher.
- Kabeltrommeln und lange Leitungen wickeln wir ganz ab. Aufgerollt können sie unter Last warm werden.
- Bei den Außenkomponenten habe ich auf mindestens Spritzwasserschutz geachtet, je nach Teil IP44 oder IP65. Wasserdicht ist keine der beiden Schutzarten; die Steckverbindungen liegen deshalb nicht in Pfützen, im nassen Gras oder unter ablaufendem Wasser vom Fahrzeug.
- Mehrfachsteckdosen stecken wir nicht hintereinander. Unser Würfel ist für CTEK-Ladegerät und Kleingeräte gedacht, nicht für Wasserkocher, Kochplatte und 2-kW-Heizlüfter gleichzeitig.

Bei Starkregen, beschädigten Kabeln, warmen Steckern, auslösender Sicherung oder fragwürdigen Anschlüssen würde ich die Lösung nicht verwenden. Wäre auf einem Platz nur ein merkwürdiger Adapteraufbau möglich, fielen wir eher auf 12 V und Solar zurück.

## Im Alltag

### Lagerung

Das Kabel liegt bei uns im Motorraum neben der Batterie. Beim T6.1 ist dort weniger gut nutzbarer Stauraum als beim Vorgänger. Für Kabel und Adapter reicht der Platz aber.

Beim Aufbau liegen Verlängerungskabel und Personenschutzadapter außen auf dem Reifen. Das geht schnell und hält die Teile vom Boden weg.

### Heizlüfter

An kalten Abenden nutzen wir gelegentlich den cartronic MHI 1100, laut Typenschild ein „Innenraumheizer“ mit 1100 W an 230 V. cartronic ist eine Marke von Dometic WAECO.

Wegen der 1100 W läuft er bei uns nur an Landstrom. Über Akku oder Wechselrichter ist das für unseren Bus unrealistisch; der werksseitige Wechselrichter hat nur 300 W.

Er steht bei uns sicher und mit Abstand zu Brennbarem und läuft nicht unbeaufsichtigt.

## Grenzen

Für dauerhafte oder sehr häufige 230-V-Nutzung wäre ein fester Landstrom-Einbau eine Überlegung wert.

## Lessons learned

Die Türdurchführung war weniger problematisch als erwartet.

## Material

- Verlängerungskabel mit Schuko-Stecker (25 m): Kabeltyp und Querschnitt hier nicht dokumentiert
- CEE-Adapter: für CEE-Anschlüsse auf dem Platz
- Personenschutzadapter / FI-Zwischenstecker: mobile Zusatzabsicherung für die 230-V-Zuleitung; ersetzt keine intakte Platzinstallation
- Steckdosenwürfel
- Kabelhalter: mit DEKAsyl im Bereich der Türdurchführung befestigt
- cartronic MHI 1100: Innenraumheizer, 230 V, 1100 W; Marke von Dometic WAECO — nur gelegentlich genutzt, wenn Landstrom da ist

## Gehört zu

- [Strom im VW-Bus: Wie lange können wir stehen?](https://2xxtreme.com/vw-bus/strom/index.md)
